geboren 1964

Seit meiner Jugend, genau genommen schon seit meiner Kindheit, wurde ich von Freunden und Mitschülern mit deren Problemen konfrontiert und um Hilfe gebeten.

Es war mir selbst ein Rätsel, warum das so ist. Niemals habe ich jemanden dazu aufgefordert mir seine Probleme zu erzählen. Trotzdem ist es in meinem Leben so, dass ich immer wieder Hilfe suchenden Menschen begegne.

Allen Menschen, die bisher zu mir kamen, konnte ich helfen und die Kraft geben sich auch selbst zu helfen. Darum wurde mir mit den Jahren klar, das ist mein Weg.

Im vierundvierzigstem Lebensjahr hatte ich eine Nahtoderfahrung. Ich war zuvor schon fast zehn Jahre für die altkatholische Kirche tätig und kam durch Krankenbesuche und dem Beerdigungsdienst auch immer mit dem Tod in Berührung. Dadurch habe ich auch keine Angst vorm Sterben, weil es das natürliche Ende jedes irdischen Lebens ist. Ich wusste, dass ich an diesem Tag, in diesem Spital sterben werde. Jedoch, nach einer viereinhalb stündigen Notoperation, bei der der Chirurg übermenschliches geleistet hat, um mich am Leben zu erhalten, war ich wieder da. Die mir begegnende Wahrheit in der Zeit, in den Minuten (ich weiß heute nicht mehr wie lange ich Tod war), nahm mir alle Zweifel und plötzlich war mir alles klar und verständlich. Was ich danach, am Weg der Genesung erlebte und wahrgenommen habe, behalte ich für mich. Nach ungefähr einem Jahr suchte ich aber dann doch das Gespräch mit meinem damaligen Bischof Johannes Ekemezie Okoro.
Dafür bin ich ihm heute noch dankbar.

2016 wurde ich schwer krank und war wieder mit dem Tod persönlich konfrontiert. Noch nie in meinem Leben war ich so schwach und mit fast keinem Lebenswillen mehr in meinem Körper, als in dieser Zeit. Auch dieses Mal kam ich wieder auf die Beine, aber mit einer bleibenden Nervenschädigung (Polyneuropathie), die sich als sehr schmerzhaft über meine Haut auswirkt und meine Muskulatur verkrampft. Eine Erfahrung, die man niemanden wünscht, weil es zur Verzweiflung führen kann.

Nach zwei Jahren täglicher Verschlechterung trotz medizinischer Behandlung hatte ich die Gewissheit, das bringt keine Heilung. Mir wurde klar, dass ich mich selbst darum kümmern muss, denn mit den Diagnosen „unheilbar” kann ich nichts anfangen. So habe ich begonnen, mich mit dem menschlichen Körper und seinen Funktionen zu beschäftigen. Nach vielen Stunden, genau genommen nach neun Monaten Recherchen und vielen gelesenen Studien und Untersuchungen usw. habe ich begonnen mit natürlichen Produkten meinem Körper wieder alles das zuzuführen, was eigentlich in unseren Lebensmitteln einmal vorhanden war. Nichts anderes habe ich gemacht und ich kann es immer noch nicht glauben, dass sich mein Zustand – und es war nur mehr ein Zustand und kein Leben mehr – in drei Monaten verbessert hat.
MEIN WEG